Monatsarchiv für March 2012

Mit Joachim Gauck zieht wieder Vertrauen und Glaubwürdigkeit in Schloss Bellevue ein

Karikatur von Bundespräsident der Herzen Joachim Gauck vor Schloss Bellevue

Die Erwartungen sind hoch an den neuen Bundespräsidenten. Es gilt das ramponierte Image des höchsten Staatsamtes wieder aufzupolieren. Mit Joachim Gauck sollen gleichzeitig wieder Respekt, Vertrauen und Glaubwürdigkeit in Schloss Bellevue einziehen. Die Chancen dafür scheinen nicht schlecht zu stehen. Bereits bei seiner ersten Kandidatur 2010 hatte er viele Sympathisanten und wurde als „Bundespräsident der Herzen“ nach seiner Wahlniederlage gegen Christian Wulff betitelt.

Das diese Sympathie für den 72-jährigen Theologen und ehemaligen Bürgerrechtler der DDR aktueller denn je ist, wurde in mehreren Umfragen bereits im Vorfeld deutlich. Laut ARD halten 80% der Deutschen Joachim Gauck für Glaubwürdig und im gesamtdeutschen Durchschnitt hätte er bei einer Direktwahl beim Volk beachtliche 46% der Stimmen erhalten (Quelle: Marktforschungsinstitut YouGov).

Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich den neuen Bundespräsidenten in der Rolle des Vermittlers zwischen Bürgern und Politik und zumindest gezielte Impulse für die innerdeutsche Debattierkultur, auch gerade im Hinblick auf die eingefahrene Parteienpolitik. Er soll klare Stellung beziehen und darf auch anecken, um Schwachstellen in Politik und Gesellschaft aufzuzeigen. Nach einer Umfrage des Instituts Infratest dimap sind sich 59% der bundesweit Befragten sicher, dass dem neuen Bundespräsidenten dies gelingen wird und somit wieder das Vertrauen der Bürger in die Politik zurückgewonnen werden kann.

Ob Joachim Gauck in Zukunft als wirklicher Bundespräsident der Herzen einmal Richard von Weizsäcker als beliebtestes Staatsoberhaupt aller Zeiten ablösen kann, sei an dieser Stelle noch dahin gestellt. Nach seiner Vereidigung und dem authentischen Amtsantritt könnte man es ihm durchaus zutrauen – eigentlich wünscht man es ihm sogar.

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Bonorix am 18. March 2012 in Karikaturen

Der Bundespräsident und der Ehrensold




Christian Wulff und der Ehrensold: “Ich denke, da muss ein Zeichen gesetzt werden, das wird man verändern müssen. Aber diese Frage, die wird sozusagen – finde ich jedenfalls – berechtigt gestellt und sie muss auch beantwortet werden.”

So äußerste sich Christian Wulff noch kurz vor seiner Wahl in Fernsehinterviews über den Ehrensold für Bundespräsidenten. Nach seinem Ausscheiden aus dem höchsten Staatsamt möchte er nichts mehr davon wissen und gibt seine Antwort auf eine”nicht mehr zeitgemäße” Altersregelung. Nach nur 597 Tagen und der kürzesten Amtszeit eines Bundespräsidenten aller Zeiten verlangt er die gleiche Behandlung, wie sie einst seinen Vorgängern zu Teil wurde.

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Bonorix am 12. March 2012 in Karikaturen

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